Malediven: Ein Ort, der Salz auf der Haut und Ruhe im Herzen hinterlässt
- Anja Horn

- 27. Sept.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Sept.
Ein Erfahrungsbericht über das SIYAM WORLD Resort auf den Malediven – zwischen Wellenrauschen, Wasserbungalows und einem Gefühl, das bleibt
Das Motorengeräusch des kleinen Wasserflugzeugs hallt dumpf über die Lagune. Vor dem Abflug werfen die Piloten ihre Flipflops unter den Sitz – als wollten sie uns sagen: Hier gelten andere Regeln. Weniger formal. Mehr echt. Die Malediven haben ihren eigenen Rhythmus – und das SIYAM WORLD Resort tanzt mit.
Ich sitze eng gedrängt am Fenster und blicke ein letztes Mal auf die Farben unter mir: Türkis, Smaragd, Jade. Ein Farbspiel, wie es nur die Natur kennt. Zehn Tage sind vergangen. Viel zu schnell. Und dennoch fühlt sich alles an wie ein tiefes Durchatmen – nach einer Zeit, in der der Kopf zu laut, der Alltag zu eng und das Herz zu müde war.
Ich erinnere mich noch genau an die Ankunft. Eine Gruppe lächelnder Mitarbeiter winkte mir am Steg entgegen, Trommeln in der Hand, Barfuß im Sand. Die ersten Minuten im Resort fühlten sich an wie ein Umschalten. Vom Denken ins Fühlen. Vom Müssen ins Dürfen.
Mein Wasserbungalow lag an der sogenannten Tower Bridge – ruhig, stilvoll, mit eigener Rutsche in den Indischen Ozean. Ein Resortfoto, wie aus dem Katalog. Nur dass es sich in Wirklichkeit noch besser anfühlte. Barfuß über Holzplanken laufen, das leise Gurgeln unter der Terrasse hören, die Sonne auf der Haut, den Wind im Gesicht.
Und trotz seiner Größe wirkt das SIYAM WORLD nie überfüllt. Im Gegenteil. Wer mag, findet hier ganz leicht sein eigenes kleines Insel-Ich. Zwischen Palmen, Pools und einem Lächeln, das dir schon beim Frühstück begegnet. Rosni, unsere Gastgeberin im Restaurant, begrüßte uns jeden Morgen mit einer Herzlichkeit, die nicht aufgesetzt war, sondern ehrlich. Unser persönlicher Insel-Concierge Keshab meldete sich regelmäßig via WhatsApp – nicht aufdringlich, sondern aufmerksam.
Einer meiner Lieblingsorte war das JUNGALI, ein Pool mitten im tropischen Inselgrün. Während ich auf der Liege lag, zogen Flughunde über uns hinweg – riesige, friedliche Wesen, die sich in Zeitlupe durch den Himmel bewegten. Keine Show, keine Lautsprecher. Nur das Rauschen der Blätter und dieses tiefe Gefühl von: Jetzt ist alles gut.
Die Abende vergingen zwischen kulinarischen Highlights (mein Favorit: das thailändische Overwater-Restaurant TAKRAI), einem kühlen Drink in der Together Bar und dem angenehmen Gefühl, den Tag auf einer Insel verbracht zu haben, die zwar luxuriös ist – aber nie abgehoben.
Denn das wahre Geheimnis des SIYAM WORLD ist nicht das Design, nicht die Vielfalt oder das All-Inclusive-Konzept. Es sind die Menschen, die mit einem feinen Gespür für Atmosphäre arbeiten. Die stillen Helfer, die dir frische Handtücher bringen, bevor du merkst, dass du sie brauchst. Die Gärtner, die barfuß durch den Sand gehen und selbst dabei lächeln. Die guten Inselgeister, wie ich sie nenne.
Jetzt – zurück im Wasserflugzeug – weiß ich, was bleibt: nicht nur die Bilder auf der Kamera. Sondern das Gefühl, dass es Orte gibt, die nicht beeindrucken wollen. Sondern berühren. Hier darfst du alles loslassen. Auch deine Schuhe.








